50plusstellen
Ratgeber

Gehalt mit Berufserfahrung und Arbeiten neben der Rente

Was dein Gehalt ab 50 bestimmt und welche Regeln 2026 gelten, wenn du vor oder nach der Regelaltersgrenze arbeitest.

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Was Erfahrung wert ist

Mit wachsender Erfahrung steigt das Gehalt meist nicht mehr automatisch, sondern über Verantwortung: Budget, Personal, Projekte oder Kunden. In tarifgebundenen Betrieben richtet sich das Entgelt nach der Eingruppierung der Tätigkeit im Tarifvertrag. Außerhalb von Tarifverträgen verhandelst du frei. Belege dann mit konkreten Ergebnissen, was du in früheren Positionen bewegt hast.

Gehälter auf dieser Seite

Beispiele aus häufigen Senior-Rollen:

75.000–95.000 € brutto/Jahr
Senior Business Controller (m/w/d), CGM, Hannover
60.000–78.000 € brutto/Jahr
Bauingenieur / Umweltingenieur als Projektleiter / Senior Ingenieur (m/w/d) Siedlungswasserwirt[...], Bockermann Fritze, Münster
70.000–90.000 € brutto/Jahr
Senior Consultant SAP Public (all genders), adesso business consulting AG, Detmold

Arbeiten mit vorgezogener Altersrente

Beziehst du eine Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze, kannst du seit dem 1. Januar 2023 unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Die frühere jährliche Hinzuverdienstgrenze ist für Altersrenten entfallen. Für Renten wegen Erwerbsminderung gelten weiterhin eigene Grenzen, die du bei der Deutschen Rentenversicherung erfragen kannst.

Stunden vor der Rente verringern

Wer vor der Rente weniger arbeiten möchte, kann den allgemeinen Teilzeitanspruch nutzen oder über die Brückenteilzeit für ein bis fünf Jahre verringern. Altersteilzeit mit Aufstockung durch den Arbeitgeber gibt es heute vor allem dort, wo ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung sie vorsieht. Frag in der Personalabteilung nach, welche Modelle in deinem künftigen Betrieb gelten.

Rentenauskunft einholen

Ab dem 55. Lebensjahr erhältst du von der Deutschen Rentenversicherung alle drei Jahre eine Rentenauskunft. Sie zeigt, welche Rente du bei verschiedenen Rentenbeginnen erwarten kannst. Hol sie ein, bevor du einen Stellenwechsel mit weniger Stunden oder Gehalt planst, damit du die Folgen für deine Rente kennst.

Aktivrente nach der Regelaltersgrenze

Seit dem 1. Januar 2026 gilt die Aktivrente. Arbeitest du nach Erreichen der Regelaltersgrenze als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis, bleibt dein Arbeitslohn bis 2.000 Euro im Monat steuerfrei. Ob du gleichzeitig eine Rente beziehst, spielt dafür keine Rolle. Ausgenommen sind unter anderem Selbstständige, Minijobs und Beamte. Die Steuerfreiheit berücksichtigt dein Arbeitgeber in der Lohnabrechnung, sonst kannst du sie über die Steuererklärung geltend machen.

Was ein Wechsel für die Rente bedeutet

Deine gesetzliche Rente richtet sich nach den Beiträgen aus deinem Arbeitsentgelt. Nimmst du in den letzten Berufsjahren eine Stelle mit deutlich weniger Gehalt oder Stunden an, sammelst du in dieser Zeit weniger Entgeltpunkte. Das kann sich lohnen, wenn die neue Stelle dir gesundheitlich oder zeitlich mehr Spielraum gibt. Entscheide es aber mit Blick auf die Rentenauskunft und nicht allein nach dem Monatsnetto.

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